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Translation Jess (p.65-66) – Daniel March 16, 2007

Posted by Daniel in Translation.
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Es tut mir leid, fuhr ich fort. Es tut mir leid, dass dieser Drecksack euch beschimpft hat. Er sagte, dass es nicht meine Fehler war, aber ich erzählte ihm, dass er es doch war. Denn wenn er mich nicht getroffen hätte, hätte er niemals die Erfahrung machen müssen, an Silvester als Fotze beschimpft zu werden. Und er sagte, dass er oft als Fotze beschimpft wird. (Das ist wirklich wahr. Ich kenne ihn jetzt schon eine Weile und ich habe Wildfremde gehört, die ihn bestimmt fünfzehnmal als Fotze bezeichnet haben, als Scheißkerl etwa zehnmal und als Arschloch bestimmt auch ein dutzend mal. Außerdem: Flachwichser, Vollidiot, Trottel, Hurensohn, Schwachkopf und Scheißkopf.) Niemand mag ihn, was komisch ist, weil er ja berühmt ist. Wie kann man berühmt sein, wenn einen niemand mag?

Martin sagt, dass es nichts mit der Sache mit der Fünfzehnjährigen zu tun hat; er rechnet damit, dass egal was passiert, nichts auch nur ein wenig besser wird nach der Sache, denn die Leute, die ihn Arschloch gennat haben, genau die Sorte von Leuten waren, die nichts gegen Sex mit Minderjährigen haben. Anstatt ihn anzupöbeln, sagten sie also Sachen wie, mach weiter, mein Sohn, steck ihn rein und so weiter. In Sachen Selbstmisshandlung, wenn auch nicht bei seiner Ehe oder der Beziehung zu seinen Kindern, oder seiner Karriere oder gar seiner geistigen Gesundheit tat es ihm ganz gut im Gefängnis gewesen zu sein. Aber viele Sorten von Leuten scheinen berühmt zu sein, gerade weil sie keiner leiden kann. Tony Blair ist ein gutes Beispiel. Und all die anderen, die Frühstücksfernsehen und Quizsendungen moderieren. Der Grund warum die so gut bezahlt werden, ich glaube es ist deswegen weil Fremde sie auf der Straße beschimpfen. Sogar ein Polizeihelfer wird nicht Fotze genannt, wenn er mit seiner Familie einkaufen geht. So ist der einzige wirklich Vorteil am “Martin-sein” das Geld und auch die Einladungen zu Filmpremieren und fragwürdigen Nachtclubs. Und das ist da, wo man sich in Schwierigkeiten bringt.

Das waren nur ein paar Gedanken, die ich hatte, als Martin und ich uns umarmten. Aber sie brachten uns nichts. Außerhalb meines Kopfes war es 5 Uhr morgens, wir waren unglücklich und wussten nicht wo wir hin sollten.

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